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Selbstverständnis und Aufgabe

„aufgabe; Selbstverständnis und Aufgabe Der Verein Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat (OeD) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen und Männer aus verschiedenen Kirchen, Ländern und gesellschaftlichen Bereichen in gewaltfreier Konfliktbearbeitung zu schulen. Diese Qualifizierung kann sie zu einem Dienst für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung befähigen, den sie im In- oder Ausland leisten, ehrenamtlich oder beruflich, langfristig oder kurzfristig. Für diesen Dienst können sie über den OeD auf Wunsch eine persönliche und fachliche Begleitung erhalten.

Die praktische Arbeit der Qualifizierung und Begleitung von Menschen in der konstruktiven Bearbeitung von Konflikten wurzelt in der ökumenischen Spiritualität des OeD. Sie hat zugleich eine politische Dimension, indem der OeD als Impulsgeber für Friedensfragen und -taten innerhalb von Kirche und Gesellschaft fungiert.

Konflikte konstruktiv und gewaltfrei auszutragen, bedarf einer veränderten Sicht auf Konflikte und Menschen - nicht zuletzt auf uns selbst. Wir verstehen Konflikte als Chancen für positive Veränderungen.

Kurs-Angebote

Der OeD bietet Grund- und Aufbaukurse entweder in Blockform oder berufsbegleitend (d.h. überwiegend an Wochenenden) an. Der Grundkurs versteht sich als Einführung in gewaltfreies Handeln und dauert insgesamt 14 Seminartage. An vier Wochenenden und in einer Abschlusswoche werden erste Schritte in die Haltung der Gewaltfreiheit und den konstruktiven Umgang mit Konflikten vermittelt: durch praktische Trainingselemente, theoretische Wissensvermittlung und die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten.

Der Aufbaukurs zum Schalomdiakonat entspricht weitgehend der Fortbildung zur "Friedensfachkraft" anderer Träger und erstreckt sich in der berufsbegleitenden Form über anderthalb Jahre. Der Lernprozess in der festen Gruppe über einen so langen Zeitraum ermöglicht es, vorhandenes Wissen der Teilnehmenden aufzugreifen, und bietet einen stabilen Rahmen, in dem neue Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden. Die Lerngruppe selbst wird zum Handlungs- und Übungsfeld der Konfliktbearbeitung. Dabei wachsen Kompetenzen, die schwierigen Konflikt- und Krisensituationen standhalten können.

Unsere Grundkurse organisieren wir vielfach in Kooperation mit interessierten Kirchen und kirchlichen Einrichtungen, die z.B. im Rahmen der "Ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt" entsprechende Angebote suchen. Bei Bedarf entwickeln wir mit ihnen auch speziell zugeschnittene Kurskonzepte etwa für die Ausbildung von Vikar/innen oder das Empowerment von Flüchtlingen. Das können auch Wochenend-Workshops oder Fachseminare zu einem speziellen Thema sein.

Termine und Orte der nächsten Kurse finden Sie hier

Kursinhalte und Standards

Die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln, und die Möglichkeit, kreative Problemlösungen zu finden, sind persönliche Schlüsselkompetenzen, an denen wir mit unseren Fortbildungs-Angeboten arbeiten.

Unsere Kurse wenden sich vorrangig an berufserfahrene Menschen, die eine Vertiefung oder eine neue Akzentuierung ihres bisherigen Engagements für Frieden und Gerechtigkeit anstreben. Auf deren Erfahrungen und Fähigkeiten aufbauend, wird ein gemeinsamer Lernprozess gestaltet, der ihre Kompetenz in gewaltfreier Konfliktbearbeitung auf den vier Ebenen Wissen - Können - Sein - Vision erweitern kann. Auf dem Programm stehen u.a.:

Unsere Kurse orientieren sich an den Standards, die wir mit anderen Mitgliedern derAktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) im Qualifizierungsverbund für zivile gewaltfreie Konfliktbearbeitung der AGDF entwickelt haben. Diese dienen der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Kursangebote.

Kooperationspartnerschaften

Begegnung und Konfliktbearbeitung in Cape Town / SüdafrikaWas machen Menschen, die unsere Kurse erfolgreich absolviert haben? Die meisten bleiben in ihrem bisherigen Lebensumfeld und wenden dort die neu erworbenen Fähigkeiten erfolgreich an. Andere suchen bewusst neue berufliche Herausforderungen, einige entscheiden sich auch für einen besonderen Friedensdienst, den sie kurz-, mittel- oder langfristig leisten.

Auf Anfrage begleiten wir Absolventinnen und Absolventen unserer Kurse in ihrer Friedensarbeit vor Ort. Diese Kooperation beinhaltet den Kontakt zu einer Person aus dem Umfeld des OeD als ehrenamtliche/r Begleiter/in zur organisatorischen Unterstützung, fachlichen Beratung und persönlichen Reflexion der jeweiligen Tätigkeit. Unsere KooperationspartnerInnen arbeiten z.B. in der Vermittlung und Wiederbegegnung zwischen Bevölkerungsgruppen, die sich nach einem Krieg feindlich gegenüber stehen. Sie bemühen sich, auf lokaler Ebene konfliktfeste Nachbarschaften aufzubauen, oder führen Trainings in gewaltfreier, ziviler Konfliktbearbeitung durch. Auf regionaler Ebene stärken sie friedensfördernde Kräfte und unterstützen die Vernetzung, insbesondere über Grenzen hinweg. (siehe hierzu auch die Seite Praxis)

Vision und Profil

Wir sind überzeugt davon, dass nur gewaltfrei bearbeitete Konflikte Aussicht auf nachhaltige Klärung haben. Gewaltfreiheit begreifen wir als ein Lebensprinzip, als eine Grundhaltung der Achtung vor dem Leben, die uns Kraftquellen erschließt und Orientierung gibt, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung aktiv einzutreten.

Uns inspiriert die biblische Vision vom Schalom, einem Frieden, der auf Gerechtigkeit basiert und auch den Frieden mit der Natur umfasst. Darauf gründen wir unser spezifisches Profil, das in der Verbindung von fachlicher Kompetenz mit einer politisch verstandenen "Spiritualität der Gewaltfreiheit" liegt und sich auch in der Bezeichnung "Schalomdiakonat" ausdrückt.

In der Kombination von spiritueller Fundierung und Begleitung einerseits sowie fachlicher Befähigung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung andererseits sehen wir unseren besonderen Beitrag für einen Friedensdienst in christlicher Verantwortung.

Herkunft und Vernetzung

Im Verein Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat (OeD) haben sich seit 1992 Menschen zusammengeschlossen, die das Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in einen qualifizierten Dienst umsetzen wollen. Seine Gründung stand im Kontext des weltweiten Konziliaren Prozesses christlicher Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, der seinen Ausdruck in mehreren ökumenischen Erklärungen fand. Wir beziehen uns insbesondere auf die Verpflichtung der ökumenischen Weltversammlung 1990 in Seoul:

"Wir versprechen feierlich, uns für eine Gemeinschaft von Kirchen einzusetzen, die Zeugnis ablegen von der befreienden Liebe Gottes, indem sie weltweit einen Diakonat für Gerechtigkeit und Frieden entwickeln und koordinieren, der den Kampf für die Menschenrechte und um Befreiung fördern und in Konflikten, Krisen und gewaltsamen Auseinandersetzungen hilfreich eingreifen kann."

Der OeD beteiligt sich an der bundesweiten Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und ist Mitglied der katholischen Friedensbewegung "Pax Christi" , im europäischen Netzwerk "Church and Peace" sowie der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und deren Qualifizierungsverbund für zivile gewaltfreie Konfliktbearbeitung.

Wie wir unsere Arbeit finanzieren

Qualifizierte Seminar-Angebote und die Begleitung der Friedensarbeit kosten Geld. Die Teilnahmebeiträge sind, damit sie für viele erschwinglich bleiben, nicht kostendeckend. Finanziert wird unsere Arbeit in erster Linie durch Zuschüsse von Kirchen und Stiftungen, Kollekten von Gemeinden und Freundeskreisen sowie durch Spenden.

Unsere stärksten finanziellen Säulen sind bisher die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Stiftung die schwelle in Bremen. Weitere Zuschüsse erhalten wir von Fall zu Fall für einzelne Kurse oder Projekte von verschiedenen Kirchen und Organisationen. Um unsere finanzielle Unabhängigkeit zu wahren, sind wir jedoch auf Spenden von Einzelpersonen oder auch Gruppen angewiesen, die uns einmalig oder regelmäßig unterstützen.

Für die 2002 gegründete Stiftung Schalomdiakonat zur Förderung der Arbeit unseres Vereins werden Zustifterinnen und Zustifter gesucht, die mindestens 2.500 Euro spenden, um das Kapital der Stiftung zu erhöhen.

Konto für steuerbegünstigte Spenden:
Konto-Nr. 32 63
BLZ 520 604 10
Ev. Kreditgenossenschaft Kassel

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